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Im Eiltempo zurück in die Normalität
Foto: SCHEIBER/KEGLER
Pressebericht
Donnerstag, 17.09.2020 - Hanauer Anzeiger | 2.678 Klicks
Im Eiltempo zurück in die Normalität
Nach der gelungenen Bundesliga-Qualifikation steht direkt der Saisonstart bevor
Hinter Hannes Geist und der A-Jugend der HSG Hanau liegen mehrere Wochen Ausnahmezustand:
Zunächst erschwerten die Einschränkungen wegen der steigenden Corona-Fälle den Trainingsbetrieb der Hanauer Handballtalente, dann begaben sich Kapitän Nils Schröder und Co. in eine zehntägige Quarantäne und schließlich absolvierte die Mannschaft die beiden entscheidenden Spiele um die Qualifikation für die A-Jugend-Bundesliga gegen die TSG Friesenheim binnen 48 Stunden. Für das Team und ihren Trainer nervenaufreibende Wochen, nach denen sie möglichst rasch in die Normalität zurückkehren wollen, schließlich steht das erste Ligaspiel schon am 27. September auf dem Plan. „Wir hatten in den beiden Spielen gegen Friesenheim sehr viel Druck“, fasst Geist die vergangenen Wochen zusammen, „und nach dem Sieg im Rückspiel ist den Jungs ein Stein vom Herzen gefallen. Bei uns herrscht riesige Freude, dass wir unser großes Ziel trotz all der widrigen Umstände erreicht haben.“ Dadurch setzt die Mannschaft die Tradition des Hanauer Handballnachwuchses fort, denn seit Gründung der A-Jugend-Bundesliga war die HSG immer dort vertreten.

Nach dieser anstrengenden Zeit hat Geist den Trainingsumfang seines Teams in dieser Woche erst einmal wieder reduziert: „Einerseits müssen sie ein bisschen Zeit mit der Familie, der Schule und ihren Freunden nachholen“, erklärt der HSG-Coach, „andererseits tut ihnen jetzt etwas weniger Umfang auch mal gut, der Kopf muss schließlich auch da sein.“ Allzu lange auf ihren Lorbeeren ausruhen wollen sich die Spieler ohnehin nicht, wie Geist anmerkt: „Alle sind schon wieder sehr fokussiert und wollen alles daran setzen, dass wir die kommende Saison erfolgreicher gestalten als die vergangene.“

Dabei könnten der Mannschaft die zurückliegenden Wochen sehr geholfen haben, wie Geist glaubt: „Das war vorher schon ein Team“, verweist er auf den großen Zusammenhalt, der sich in der Quarantäne, als die Spieler wie in einem Trainingslager ständig zusammen waren, noch intensiviert habe. „So gesehen war diese Quarantäne die Kirsche auf der Torte, was den Zusammenhalt angeht, und dass sie jetzt zwei Schlachten erfolgreich geschlagen haben“, so der HSG-Coach mit Blick auf die beiden dramatischen Duelle gegen Friesenheim, „schweißt sie noch enger zusammen.“

Mit Blick auf die kommenden Herausforderungen in der A-Jugend-Bundesliga ist das sicherlich kein Nachteil, denn spielerisch sind die Hanauer durch die Einschränkungen wegen Corona noch nicht ganz da, wo sie zum Saisonbeginn sein wollten. „Wir müssen noch ein paar Wochen aufholen“, weiß Geist, dem die Qualifikationsspiele gegen Friesenheim wertvolle Erkenntnisse geliefert haben, wo sich sein Team noch weiterentwickeln kann.

Verbessern wollen sich die Hanauer in den kommenden Wochen vor allem im Angriffsspiel: „Wir standen ja sehr unter Druck, da fehlte die Spielübersicht noch ein bisschen. Im Umschaltspiel haben wir unsere Möglichkeiten bisher nur angedeutet“, so Geist, dessen Team künftig auch häufiger zu Tempo-Gegenstößen kommen soll. Das Zusammenspiel der einzelnen Mannschaftsteile sei ebenfalls noch ausbaufähig, sei es nun die Kooperation zwischen Rückraum und Kreisläufer oder mit den Außen.

In der Defensive sieht der Trainer seine Mannschaft auch angesichts der nur 40 Gegentore in den beiden Qualifikationsspielen hingegen bereits recht gefestigt: „Unsere Deckung ist schon richtig gut, kann aber auch noch besser werden, wir können zum Beispiel noch mehr Ballgewinne erzielen.“

Außerdem wollen die Hanauer Talente noch an einer alternativen, offensiveren Abwehrvariante arbeiten, um sich besser auf die unterschiedlichen Teams in der A-Jugend-Bundesliga einstellen zu können.

Ihre Feuertaufe erhält die HSG Hanau in der West-Staffel der Bundesliga bereits am 27. September beim mittelhessischen Rivalen HSG Dutenhofen/Münchholzhausen, das erste ihrer fünf Heimspiele in diesem Jahr findet am 4. Oktober um 14 Uhr in der Doorner Halle statt. „Auf den Saisonstart bereiten wir uns dann ab Beginn der kommenden Woche ganz regulär vor“, erklärt Geist, dessen Team nach Wochen im Ausnahmezustand damit wieder in den Alltag zurückkehrt.

von Robert Giese
Quelle: Hanauer Anzeiger vom 17.09.2020
Artikel übernommen von Andreas am 17.09.2020
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