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Das magische Handballwort „Kreuz“
Foto: HSG HANAU
Pressebericht
Freitag, 28.10.2022 - Hanauer Anzeiger|713 Klicks
Das magische Handballwort „Kreuz“
HSG Hanaus Zugang Luke Ireland spricht über seinen Werdegang und die Tücken einer anderen Sprache

Die Drittliga-Handballer der HSG Hanau haben vor einigen Wochen personell noch einmal nachgelegt und mit Luke Ireland einen illustren Neuzugang präsentiert, der auf der rechten Angriffsseite für Impulse sorgen soll. Wir haben mit dem Neuseeländer über seine internationalen Auftritte, den Stellenwert des Handballs in seinem Heimatland und die Tücken der deutschen Sprache gesprochen.

Sie kommen aus Neuseeland, also buchstäblich vom anderen Ende der Welt. Wie hat es Sie nach Deutschland verschlagen und wie sind Sie zur HSG Hanau gekommen?

Ja, laut Google sind es 18 000 Kilometer bis nach Neuseeland, es ist also eine lange Strecke bis nach Hause! Warum ich in Deutschland bin, hat eine ganze Reihe von Gründen, angefangen bei einigen ehemaligen Trainern von mir, die aus Deutschland stammen. Eine Rolle spielte auch Ben Birkenhake (der Kesselstädter trainiert in Neuseeland die Handballnationalmannschaft der Frauen, Anm. d. Red.). Diese Trainer formten das Bild, das ich vom deutschen Handballsport hatte. Durch sie kam ich zur Überzeugung, dass ich hier einen Verein finden könnte, der nicht nur die Erfahrung bieten würde, die ich suchte, sondern bei dem ich auch zu einer Gemeinschaft beitragen kann, die den Handball so sehr liebt wie ich. Außerdem hat der neuseeländische Handballverband auch eine Kooperation mit dem Goethe-Institut und das gemeinsame „Kiwi-Handball-Projekt“, das dazu ermuntert, sich über den Handball mehr mit der deutschen Kultur zu befassen.

Was für einen Stellenwert hat Handball in Neuseeland, ist er da ähnlich beliebt wie in Deutschland?

In Neuseeland ist Handball wirklich eine Nischensportart, nach meinen letzten Informationen gibt es im ganzen Land vielleicht 400 bis 500 Spieler. Es gibt eine Liga in Wellington, aber auch Turniere über das ganze Land verteilt, was es auch Spielern aus anderen Regionen ermöglicht, an Spielen teilzunehmen. Das handballerische Niveau schwankt dabei stark, was aber alle Spieler vereint, ist die einzigartige Geschichte, wie sie zum Handball kamen - und die unglaublich starke Gemeinschaft aller Handballer.

Sie bringen viel internationale Erfahrung mit, bei den Asienmeisterschaften 2020 waren sie sogar der beste Torjäger des Turniers. War das Ihr bisher bestes Erlebnis?

Ja, es ist wohl schwierig, das Turnier in Kuwait zu übertreffen: Zehn Tore im letzten Spiel gegen China, der erste Platz in der Torjägerliste, in der solche sportlichen Schwergewichte wie Frankis Marzo oder Rafael Capote vertreten waren - das war schon ein großartiger Erfolg. Allerdings ist es auch etwas Besonderes, dass ich dort nicht nur mit einem, sondern gleich mit zwei meiner Brüder auf dem Feld stand. Das war ein ganz besonderer Moment und etwas, von dem ich weiß, dass es unsere Eltern sehr stolz gemacht hat.

Ist es schwierig, mit Ihren Mannschaftskollegen zu kommunizieren? Und haben Sie schon ein Lieblings-Handballwort auf Deutsch?

Zunächst einmal möchte ich meinen Mitspielern und Trainern danken, denn wenn man zu einem neuen Verein wechselt, gibt es immer Schwierigkeiten in der Kommunikation, aber alle helfen mir sehr dabei, mich zurechtzufinden. Ich bin noch dabei, Deutsch zu lernen, deswegen gibt es hier und da Momente, in denen ich unsicher bin, aber das wird von Tag zu Tag besser. Das beste Wort bisher ist vermutlich „Kreuz“, denn wenn man es kennt, macht es den Unterschied aus, ob man wie ein Trottel am Rand herumsteht oder in der Mitte ist, wo man eigentlich sein sollte.

Das Gespräch führte Robert Giese

Quelle: Hanauer Anzeiger vom 28.10.2022
Artikel übernommen von Andreas Kautz am 30.10.2022

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