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Beste Saison der Vereinsgeschichte
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Pressebericht
Samstag, 03.06.2023 - Hanauer Anzeiger|830 Klicks
Beste Saison der Vereinsgeschichte
Für die HSG Hanau ist die nun beendete Saison die erfolgreichste seit Gründung der Handballspielgemeinschaft.

VON ROBERT GIESE

Hanau – Die Hanauer Drittliga-Handballer holten sich in der Süd-West-Staffel die Meisterschaft, nahmen zum dritten Mal in Folge an der Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga teil und gaben auch da eine gute Figur ab, selbst wenn es am Ende nicht ganz für den Aufstieg gereicht hat. Wir haben mit Erfolgscoach Hannes Geist zurückgeblickt und schon ein paar Details zur kommenden Saison erfahren.

  • Die Saison
    „Man kann von einer gelungenen Saison sprechen. Um ganz zufrieden zu sein, benötige ich vielleicht noch ein paar Tage Abstand“, so der HSG-Coach – schließlich wolle er als Sportler immer das Maximale erreichen. In der Aufstiegsrunde gab es aber „ein paar Knüppel zwischen die Beine“, womit Hannes Geist die verletzungsbedingten Ausfälle gleich mehrerer wichtiger Spieler anspricht, etwa den Kreuzbandriss von Kapitän Jannik Ruppert. „Ein bisschen Wehmut“ sei daher beim Blick auf die so erfolgreiche Spielzeit momentan noch dabei.

  • Die Erfolgsgaranten
    „Die Mannschaft ist der Erfolgsgarant“, betont der Trainer der Hanauer. „Jeder hat sich über 365 Tage eingebracht, jeder hat mehr investiert als zuvor, alle hatten eine große Eigenmotivation, etwas erreichen zu wollen – und deshalb haben wir unsere Erfolge auch gemeinsam erreicht“, will Hannes Geist keinen einzelnen Spieler hervorheben.

  • Die Torjäger
    Vor allem in der Hauptrunde sorgte hier Maximilian Bergold für Furore, der in der Süd-West-Staffel die zweitmeisten Treffer erzielte. „In der Hinsicht sticht er heraus“, stellt auch Hannes Geist klar, der aber darauf verweist, dass „die Tore bei uns relativ gleichmäßig verteilt sind, wenn man die Siebenmeter ausklammert. Dennis Gerst, Luca Braun gerade in der Aufstiegsrunde, David Rivic zum Beispiel im letzten Saisonspiel“, zählt der HSG-Coach einige Spieler auf, die regelmäßig einnetzen. Dass es nicht nur einen herausragenden Torjäger gibt, sondern gleich mehrere treffsichere Spieler, sei ein großer Vorteil. Größter Torgarant sei aber ohnehin kein einzelner Spieler, sondern eine Taktik: „Unser Umschaltspiel macht uns sehr gefährlich, da haben wir uns konsequent weiterentwickelt.“ Das müsse auch nicht immer direkt zum Torerfolg führen, um für das Team wertvoll zu sein: „In Spielen gegen uns muss sich der Gegner über 60 Minuten schnell zurückziehen – irgendwann wird er müde.

  • Rückkehrer
    Can Adanir war bereits vor dem ersten Saisonspiel als Königstransfer gehandelt worden und hat diese Erwartungen voll und ganz erfüllt. „Er ist ein wichtiges Puzzleteil und hat uns im Spiel gehalten, wenn unsere Abwehr nicht gleich stabil stand“, würdigt Hannes Geist seinen Schlussmann und ist besonders davon beeindruckt, dass Adanir diese Leistung konstant abrufen konnte. Die Top-Form, die der Neuzugang an den Tag legte, soll die Leistungen von Fabian Tomm und Nico Scholz nicht schmälern, die vor allem in der Aufstiegsrunde zum Zug kamen, als Adanir wegen einer Herzmuskelentzündung fehlte. „Sie haben ihre Sache gut gemacht“, betont der HSG-Coach.

  • Der Rookie
    Der A-Jugendliche Nico Scholz wurde in der Aufstiegsrunde ins kalte Wasser geworfen – und bewährte sich gegen Aue und Vinnhorst gleich auf höchstem Niveau. Für Hannes Geist eine neuerliche Bestätigung der guten Jugendarbeit des Vereins, die manchmal allerdings etwas Anlaufzeit benötigt, um Früchte zu tragen. Ein Beispiel hierfür ist Cedric Schiefer, der in diesem Jahr deutlich mehr Spielanteile bekommen hat. „Ich denke, im Rückraum ist der Sprung von der A-Jugend in die erste Mannschaft etwas schwieriger, aber er hat sich super entwickelt und ist ein absoluter Rohdiamant“, so der HSG-Coach über Schiefer, der in dieser Saison in Angriff und Abwehr eine wichtige Rolle gespielt hat.

  • Die Zugänge
    In Can Adanir, Dziugas Jusys und Julian Fulda stießen drei neue Spieler im vergangenen Sommer zur HSG, später kam noch Luke Ireland hinzu. „Sie haben alle eingeschlagen“, freut sich Hannes Geist über die erfolgreichen Verpflichtungen, auch wenn nicht alle sofort durchstarten konnten. Adanir sei ein starker Rückhalt zwischen den Pfosten, Jusys im Mittelblock der Fels in der Brandung – und zwar zusammen mit verschiedenen Nebenleuten. „Er harmoniert da sehr gut mit unterschiedlichen Mitspielern“, lobt Hannes Geist den Kreisläufer, der auch im Angriff unermüdlich ackert und seinen Teamkollegen Räume schafft. Julian Fulda sei kurz vor dem Saisonstart von einer Verletzung ausgebremst worden und habe dann auf Linksaußen Maximilian Bergold vor sich gehabt, „der sehr stark performt hat.“ Gegen Ende der Saison konnte aber auch Fulda seine Qualitäten ausgiebig unter Beweis stellen. „Er hat eine gute Wurfquote und gibt uns in der Abwehr noch einmal eine andere Komponente“, so der HSG-Coach, der Fulda zum Teil auch auf der Halbposition decken ließ. Luke Ireland sei auf Rechtsaußen in einer ähnlichen Situation gewesen, „aber auch er ist in jedem Training besser geworden.“

  • Die Rolle des Trainers
    „Mein Anteil ist so groß wie der von allen anderen“, stellt Hannes Geist klar, auch wenn seine Rolle etwas exponierter ist. Als Trainer sei es seine Aufgabe, „das Potenzial aller unter einen Hut zu bekommen und ihnen zu ermöglichen, das bestmögliche aus sich herauszuholen.“ Dafür habe er ein Trainerteam um sich herum, das ihm bestimmte Aufgaben abnehme und ihm wichtigen Input gebe, um vorwärtszukommen. „Da hat jeder alles gegeben, um da zu sein, wo wir gerade sind“, ist der HSG-Coach stolz auf die gemeinsame Leistung.

  • Der Ruhepol
    „Ob er ein Ruhepol ist, weiß ich nicht“, sagt Hannes Geist und lächelt, „aber Jannik Ruppert ist definitiv ein wichtiger Faktor.“ Seine Rolle als Kapitän interpretiere der Spielführer der Hanauer nicht als „alleiniger Häuptling“ und kommuniziere viel mit seinen Mitspielern, auch außerhalb der Halle. Mit dem Ergebnis ist der HSG-Coach sehr zufrieden: „Als Team funktionieren wir.“

  • Das Highlight
    Bei einer derart erfolgreichen Spielzeit fällt es Hannes Geist schwer, ein einzelnes Highlight herauszupicken: „Eigentlich war die ganze Saison ein Highlight. Erst die Saisonvorbereitung mit vielen positiven Geschichten, dann der ein oder andere schmerzliche Punktverlust, bevor wir dann 14 Spiele in Folge gewonnen haben und schließlich der krönende Abschluss am vergangenen Wochenende“, zählt der HSG-Coach auf.

    Der Trainer der Hanauer möchte den Erfolg aber nicht nur auf die sportliche Ebene beschränken, sondern betont auch „die Symbiose zwischen Spielern und Fans. Wir haben da in Hanau eine Begeisterung entfacht, und zwar alle gemeinsam.“ Auch nach dem großen personellen Umbruch nach der vergangenen Saison hätte der „Blaue Block“ der auf vielen Positionen veränderten Mannschaft „eine Chance gegeben, und das Team hat die Chance beim Schopf ergriffen und sich mit einer emotionalen und leidenschaftlichen Leistung bedankt. Wir haben dadurch die Idee der HSG-Familie noch mal untermauert, und das war das eigentliche Highlight der Saison.“

  • Die kommende Saison
    Nach dem Saisonfinale haben sich die Grimmstädter erst einmal zwei Wochen Pause verdient, danach gebe es vier Wochen „aktive Erholung“, ehe am 9. Juli Trainingsauftakt sei. Möglich, dass die HSG dann neben Rechtsaußen Paul Hüttmann noch weitere Neuzugänge präsentieren kann. „Wir gehen mit offenen Augen durch die Welt“, so Hannes Geist, der das Team im Rückraum und im Tor gerne noch breiter aufstellen möchte. „Wir haben da noch ein paar Hausaufgaben zu erledigen, sind aber zum Teil schon ziemlich weit“, schürt der HSG-Coach die Hoffnung auf baldige Vollzugsmeldungen.

    Über allem stehe bei den Neuverpflichtungen aber, dass sie wie der „etablierte Drittliga-Spieler“ Hüttmann nicht nur einen sportlichen Mehrwert bringen, sondern auch menschlich ins Team passen. „Wir machen da nichts auf Biegen und Brechen“, betont Hannes Geist, was auch für die Verpflichtung eines neuen Torwart-Trainers gelte: „Da haben wir auch ein Profil, das wir gerne hätten“, so der HSG-Coach über den noch nicht feststehenden Nachfolger von Markus Breidenbach.

  • Neue Partner
    Die HSG Hanau will sich auch neben dem Spielfeld weiterentwickeln und konnte für die kommende Saison bereits zwei neue Partner präsentieren. Als Ausrüster fungiert ab dem Sommer Craft Sportswear, das damit Jako ablöst. „Wir sind Jako sehr dankbar, dass sie den Weg mit uns in den vergangenen Jahren mitgegangen sind, möchten nun aber die Chance auf den nächsten Schritt wahrnehmen.“ Großer Vorteil des neuen Ausrüsters sei es, dass dieser nicht nur Sportbekleidung abdecke, sondern auch Felder wie Business oder Workwear. Als Getränkepartner konnte die HSG die Staatliche Mineralbrunnen AG Bad Brückenau gewinnen, die künftig unter anderem Wasser und Schorlen anbieten wird; die Partnerschaft mit der Glaabsbräu-Brauerei bleibt davon unberührt.
Quelle: Hanauer Anzeiger vom 03.06.2023
Artikel übernommen von Andreas Kautz am 05.06.2023
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